Herbst-Tagundnachtgleiche (Sonnenfest)

In dieser Zeit des Jahres wird die Ernte eingebracht, der arbeitsreiche Sommer geht zu Ende. Wir haben uns weiterentwickelt, haben die Früchte unserer Arbeit geerntet und dürfen sie jetzt genießen. Es ist die Zeit der Dankbarkeit und der Freude, der Lebendigkeit und des Teilens. Sie markiert außerdem den Beginn unseres winterlichen Rückzugs. Der Spätsommer und die frühen Herbsttage mit ihrer milden Sonne laden uns dazu ein, uns auszuruhen, in uns zu gehen und langsam in eine Phase der Regeneration einzutauchen.

Die Bedeutung von Mabon im Jahreszyklus

Mabon ist ein bedeutendes Fest im Jahreszyklus, das den Übergang vom Sommer zum Herbst markiert. Es ist eine Zeit der Besinnung und des Nachdenkens über das Jahr, das vergangen ist, und eine Gelegenheit, sich auf die kommende Jahreszeit vorzubereiten. In dieser Zeit werden wir ermutigt, einen individuellen und authentischen Selbstausdruck zu finden und mutig unsere Schöpfungsprozesse zu leben.

Herkunft von Mabon

Mabon hat seine Etymologie in der walisischen Mythologie und ist nach Mabon ap Modron benannt, einem walisischen Gott. Sein Name "Mabon" bedeutet wörtlich "Sohn" auf Walisisch. In der walisischen Mythologie ist Mabon ein mythologischer Held, der von seiner Mutter Modron geboren wurde und als Kind entführt wurde. Er wurde schließlich gerettet und wurde als junger Erwachsener ein Held, der in verschiedenen Abenteuern bestand. Mabon wird oft mit dem Herbst und der Ernte in Verbindung gebracht, was zu seiner Verehrung während des Festes Mabon, das zum Zeitpunkt der Herbst-Tagundnachtgleiche gefeiert wird, beigetragen haben könnte

Die Geschichte von Persephone

Die Geschichte von Mabon und Persephone ist eng mit dem Fest der Herbsttagundnachtgleiche verbunden. Persephone, die Göttin der Fruchtbarkeit und des Frühlings, verlässt im Herbst die Welt der Lebenden, um sich ihrem Geliebten Hades in der Unterwelt anzuschließen. Mabon, der "Große Sohn", ist das Gegenstück zu Persephone und erinnert an den Kreislauf des Lebens und die Bedeutung der Familie. Mythos von Persephone und der Geburt der Jahreszeiten:

Der Mythos von Persephone, der die Jahreszeiten hervorbringt, ist eine kraftvolle Erzählung, die über die Jahrhunderte hinweg weitergegeben wurde. Sie erzählt von der zyklischen Natur des Lebens und dem Wechsel der Jahreszeiten und wie tief diese mit dem Göttlichen verwoben sind.

Entführung und Verbleib von Persephone in der Unterwelt

Hades verliebte sich unsterblich in das schöne junge Mädchen Persephone und konnte der Versuchung nicht widerstehen, sie zu seiner Frau zu machen. In der Zwischenzeit war Demeter, Persephones Mutter, verzweifelt und suchte überall nach ihrer Tochter.

Zum Unglück für Persephone konnte sie nicht auf die Erde zurückkehren. Sie hatte bereits mehrere Granatapfelkerne aus der Unterwelt gegessen, und es war ein göttliches Gesetz, dass derjenige, der sich von den Früchten der Unterwelt ernährte, diese niemals verlassen durfte.

Diese Geschichte ist eng mit den Eleusinischen Mysterien verbunden, den wichtigsten religiösen Ritualen des antiken Griechenlands. Diese Rituale waren geheimnisumwittert und sollten das Wesen von Leben und Tod, der Unterwelt und der Ewigkeit heraufbeschwören.

Die Traditionen von Mabon

Die Feierlichkeiten zu Mabon umfassen eine Vielzahl von Traditionen, wie Tanzen, Spiele spielen und Feuer anzünden. Diese Aktivitäten symbolisieren den Übergang vom Sommer zum Herbst und die langsamer werdenden Tage. Das Fest der Herbsttagundnachtgleiche ist eine Zeit, um Schutz und Sicherheit zu suchen und das Selbstbewusstsein zu fördern. Der Schwan ist das Symbol der Herbsttagundnachtgleiche und steht für eine Seele, die unsterblich ist und als Wegweiser im Jenseits dienen kann. Auf der persönlichen Ebene ermutigt uns der Schwan, in unser Inneres einzutauchen und ein Gleichgewicht zwischen den widerstreitenden Kräften von Licht und Dunkelheit zu finden.

Mabon Jahreskreisfest

Die Bedeutung von Mabon für die spirituelle Verbindung

Mabon ist eine Zeit, um einen Schritt zurückzutreten und über das Jahr nachzudenken und den Kreislauf des Lebens zu ehren. Es ist eine Gelegenheit, unsere Verbindung zur Geisterwelt zu stärken und uns mit unseren spirituellen Führern und Vorfahren zu verbinden. Durch die Kraft dieses Festes können wir ein Gefühl des inneren Friedens, der Harmonie und der Verbindung zu unserem höheren Selbst fördern.

Mabon, das Fest der Herbsternte

Am 22. September wird die Tagundnachtgleiche gefeiert, mit der der astronomische Herbst beginnt. Im keltischen und neuheidnischen Kalender wird diese Mabon genannt. Es ist ein Initiationsfest und symbolisiert das Erreichen einer neuen Bewusstseinsebene.

Dieser Feiertag wurde auch Michaelmas genannt, zu Ehren des Erzengels Michael, des Erzengels des Feuers, und im September wurden in der Antike auch die Großen Mysterien von Eleusis abgehalten. Mabon ist das zweite Fest, das der Herbsternte gewidmet ist. Er wird gefeiert, wenn der Produktionszyklus zu Ende ist, die Blätter sich langsam gelb färben und die Tiere beginnen, Vorräte anzulegen, um sich auf die Ankunft der kalten Monate vorzubereiten. Viele Vogelwarten ziehen nun in den Süden.

Mabon, ein walisischstämmiger Gott, wird der Legende nach von seiner Mutter, Modron (The Great Mother), entführt und dann von König Artus befreit, obwohl Mabon die ganze Zeit ein glücklicher Gefangener war. Diese symbolische Entführung stellt die Zeit der „Inkubation“ dar, in der der Gott in seine Mutter „eintritt“, sich in diesem Sinne selbst opfert und so in die Welt der Schatten, die Unterwelt oder das Jenseits, eintritt und dort bis zu seiner Wiedergeburt im Frühjahr verbleibt. Der Gott steht nun an der Schwelle zu dieser und repräsentiert somit den Übergang vom Leben zum Tod; er trägt jedoch den Samen der Verheißung von Leben, Erneuerung und Wiedergeburt in sich.

In der Tat wird in dieser Zeit die Sonne immer schwächer, die Tage werden kürzer und wir bereiten uns auf den Winter vor, der die längste und schwierigste Jahreszeit ist.

Nach den Großen Eleusinischen Mysterien entlässt Demeter ihre Tochter Persephone in die Unterwelt, und während diese sich auf ihren Abstieg in den Hades vorbereitet, naht auch für uns die Zeit des Geistes.

Leben wir diese Phase des Jahres ohne unnützes Bedauern, vielmehr in Zufriedenheit, Fülle, Wohlbefinden und mit dem Gefühl der vollbrachten Arbeit, mit dem Versprechen auf Kontinuität, wie es die Alten taten, die zu dieser Zeit Rituale durchführten, um der Erde für die Ernte zu danken und für eine möglichst milde Wintersaison zu beten.

Innehalten mit dankbarem Herzen zu Mabon

Die Erntezeit ist auch eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen: Wir können die Früchte, die wir mit unserer Arbeit geerntet haben, wirklich überprüfen. Wir werden in dieser Zeit, in der wir die zweite große Ernte feiern, die reichhaltigste und saftigste, nämlich die Weinlese und das Pflücken der fleischigsten Früchte, auch dazu eingeladen, uns mit dem Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Mutter Erde zu verbinden.

Bilanzieren bedeutet in diesem Kontext auch, ein Gleichgewicht zwischen der männlichen und weiblichen Energie in uns in das eigene Leben zu bringen. Ehren wir das Gleichgewicht, das in der Natur herrscht, ihre Harmonie und Schönheit, und bereiten wir uns so auf den Übergang in das Zeichen Waage vor, dessen Energie die Erde ab dem 22. September, der Tagundnachtgleiche, umhüllt.

Es ist an der Zeit, dass wir beginnen, in uns selbst zu reisen, begleitet von der Dunkelheit, die voranschreitet und das Nachdenken über die Geheimnisse der Verwandlung durch den Tod anregt. Diese Zeitqualität lädt uns dazu ein, Altes in uns sterben zu lassen, um Platz für die innere Ernte zu schaffen und ein neues Gleichgewicht entstehen zu lassen.


Mabon Jahreskreisfest Dankbarkeit

Ritual zur Mabon - Herbst-Tagundnachtgleiche: Die Dankbarkeit spüren

Ziel

Dieses Ritual lädt dich dazu ein, einen dankbaren Blick auf dein Leben zu werfen und bewusst die heilende Wirkung und Kraft dieses Gefühls wahrzunehmen. Zusätzlich schafft es ein Feld der Dankbarkeit und der Klarheit in deinen Wohnräumen.

Dauer 

ca. 20 Minuten

Räuchermischung 

1/3 Dammar, 1/3 Rosenblütenblätter und 1/3 Johanniskraut

Diese Räuchermischung wirkt herzöffnend und klärend und unterstützt dich dabei, während des Rituals einen tiefen Entspannungszustand zu erreichen.

Vorbereitung 

Bereite achtsam deine Räucherschale vor. Lege eine Hand auf deinen Bauch und die andere auf dein Herz und spüre deine innere Klarheit. Nimm deine Kraft bewusst wahr und entspanne dich vollkommen. Achte auf den Rhythmus deines Herzens. Führe die Übung durch, sobald du eins mit deinem Herzschlag bist.

Durchführung 

Anmerkung: Du kannst die beschriebenen Szenen in dein Gedächtnis aufnehmen und dann visualisieren oder den Text aufnehmen und die Aufnahme als Begleitung bei der Durchführung der Reise nutzen.


Bleibe in einem entspannten Zustand.

Blicke nun langsam zurück in deine Vergangenheit, denke an all das in deinem Leben – Menschen, Situationen, Orte –, wofür du Dankbarkeit empfinden kannst.

Spüre diese Dankbarkeit bewusst und nimm eine tiefe Entspannung wahr.

Visualisiere dich auf einer Wiese.

Du sitzt unter einem Baum voller Früchte, die alle positiven Ereignisse deines Lebens sowie deine Talente symbolisieren.

Die Baumkrone ist auch noch voller Blüten, die sich danach sehnen, zu blühen.

Die Blüten stehen für die unzähligen Entfaltungsmöglichkeiten und Geschenke, die das Leben noch für dich bereithält.

Spüre die liebevolle und kraftvolle Unterstützung des Baumes, der dir den Rücken stärkt.

Denke von Anfang des Jahres bis zum heutigen Tag zurück.

Welche Geschenke hat dir dieses Jahr bereitet?

Auf welche Art und Weise hat sich deine Weisheit vertieft und weiterentwickelt?

Entspanne dich vollkommen und fühle dich kraftvoll, bewusst und frei.

Fokussiere dich wieder auf dein Herzchakra.

Öffne anschließend die Augen.

 

Nimm dir am Ende des Rituals bewusst Zeit dafür, eine Liste mit Dingen, für die du dankbar bist, zu verfassen. Lass dir bei der Durchführung dieses Teils des Rituals Zeit. Verbrenne die Liste anschließend und übergib die Asche zum Zeichen deiner Dankbarkeit auf einer Wiese dem Wind. Diese Geste ist zugleich eine Einladung für eine segensreiche Zukunft.

Rituale zu Mabon

Mabon ist ein Fest, das nach Mabon ap Modron, einem walisischen Gott, benannt. Es wird oft um die Herbst-Tagundnachtgleiche herum begangen und markiert den Beginn der dunklen Hälfte des Jahres. Das Fest wird oft als Zeit der Ernte und der Vorbereitung auf den Winter betrachtet und bietet eine Gelegenheit zur Reflexion und zum Loslassen des Alten.

Hier sind einige Anregungen für Rituale und andere Möglichkeiten, um Mabon zu feiern:

Erntedankmahlzeit

Mabon ist eine Zeit, um die Ernte zu feiern, und eine Erntedankmahlzeit ist eine großartige Möglichkeit, dies zu tun. Sammle Freunde und Familie und bereite ein Festmahl aus den Früchten der Saison zu, wie z.B. Kürbis, Äpfel, Birnen und Trauben.

Dankbarkeit

Mabon ist auch eine Zeit, um dankbar zu sein für das, was man im vergangenen Jahr erreicht hat. Setze dich hin und mache eine Liste von allem, wofür du dankbar bist, und brenne sie dann in einem Ritual ab.

Kräuter und Gewürze

Verwende Kräuter und Gewürze, die mit dem Herbst in Verbindung stehen, um deine Rituale und Gerichte zu würzen. Verwende zum Beispiel Zimt, Nelken, Muskatnuss und Ingwer.

Naturspaziergang

Mache einen Spaziergang in der Natur und sammle Blätter, Kastanien, Eicheln und andere Herbstsymbole. Nutze sie dann in deinen Ritualen oder deiner Dekoration.

Loslassen des Alten

Nutze Mabon, um das Alte loszulassen und Platz für das Neue zu schaffen. Schreibe auf Papier, was du loslassen möchtest, und verbrenne es dann in einem Ritual.

Ahnenverehrung

Mabon ist eine Zeit, um unsere Vorfahren zu ehren und uns an ihre Weisheit und Erfahrungen zu erinnern. Verwende Ahnenbilder oder Symbole in deinem Ritual und mache Platz für sie an deinem Altar.

Räucherwerk

Verwende Räucherwerk, das mit dem Herbst in Verbindung steht, wie z.B. Zeder, Weihrauch oder Salbei, um deinem Ritual eine besondere Atmosphäre zu verleihen.

Diese Ideen können dir helfen, Mabon auf eine persönliche und bedeutsame Weise zu feiern.

Fragen zur Selbstreflexion zu Mabon

Welche Dinge habe ich im vergangenen Jahr geerntet und wofür bin ich dankbar?

Was muss ich loslassen, um mich auf neue Erfahrungen im kommenden Jahr vorzubereiten?

Wie kann ich meine Verbindung zur Natur und ihren Rhythmen stärken?

Was kann ich tun, um meine Ahnen und ihre Weisheit zu ehren und mich mit ihnen zu verbinden?

Wie kann ich meine Dankbarkeit für die Fülle des Lebens ausdrücken?

Welche Ziele möchte ich im kommenden Jahr erreichen und wie kann ich sie erreichen?

Wie kann ich meine Kreativität und meine Fähigkeiten nutzen, um etwas Neues zu schaffen?

Was kann ich tun, um meine Beziehungen zu meinen Lieben zu stärken?

Wie kann ich meinen Geist und meinen Körper im kommenden Jahr gesund erhalten?

Wie kann ich meine Spiritualität stärken und meine Verbindung zum Göttlichen vertiefen?


Zusammenfassend ist Mabon ein wichtiger Anlass, um die Ernte zu feiern, uns auf den Winter vorzubereiten und uns auf das Neue einzustimmen. Es bietet auch eine Gelegenheit zur Selbstreflexion und zum Danken für alles, was wir im vergangenen Jahr erreicht haben. Wir können Rituale abhalten, eine Erntedankmahlzeit zubereiten, Naturspaziergänge machen und unsere Ahnen ehren, um unsere Verbindung zur Natur und zum Göttlichen zu stärken.


Ich hoffe, dass dieser Artikel dir einige Anregungen und Inspirationen gegeben hat, um Mabon auf eine persönliche und bedeutungsvolle Weise zu feiern. Wenn dir der Artikel gefallen hat, würde ich mich sehr über ein Teilen in den sozialen Medien freuen. Und wenn du noch weitere Ideen oder Anregungen hast, hinterlasse gerne einen Kommentar. Vielen Dank und ein gesegnetes Mabon!

Literatur

De las Heras, Brigitta (2020): Die Reise durch den Jahreskreis: Rituale, Fantasiereisen und Tänze zu den acht keltischen Jahreskreisfesten. Darmstadt: Schirner Verlag, 1 Aufl.

Hutton, Ronald. (1996): The Stations of the Sun: A History of the Ritual Year in Britain. Oxford: Oxford University Press.

Kaiser, Martina (2018): Der Jahreskreis: Den Rhythmus der Natur als unsere Kraftquelle nutzen. Bielefeld: Aurum, 9. Aufl.

Kondratiev, Alexei (1998): The Apple Branch: A Path to Celtic Ritual. San Francisco: Collins.

McColman, Carl (2014): The Complete Idiot's Guide to Paganism. New York: Alpha Books.

Walker, Barbara (1996): The Women's Encyclopedia of Myths and Secrets. New York City: Castle Books.

 

{"email":"E-Mail Adresse ungültig","url":"Webseiten Adresse ungültig","required":"Erforderliches Feld nicht ausgefüllt"}
>